Diese teilweise lebensgroßen Cutouts, angesiedelt zwischen Skulptur und Malerei, sind eine konsequente Weiterentwicklung im Werk Alex Katz’. Bereits 1959 ist das erste Cutout entstanden. Katz schnitt die Figur eines Bildes aus der Leinwand heraus, da ihm der Hintergrund nicht gelungen erschien. Diese Figur wurde später auf Sperrholz aufgezogen und mit einem Sockel versehen. Das erste Cutout war geboren. Später kamen Cutouts hinzu, die, beidseitig bemalt, aus Aluminium gefertigt sind.
Ebenso wie die Bilder Alex Katz’ leben die Cutouts von seinem großflächigen Stil, der in intensiven Farben zumeist Personen, aber auch Landschaftsausschnitte abbildet. Diese kühlen und distanzierten Werke legen den Schwerpunkt auf die Darstellung der Oberfläche, der künstlichen Realität im Bild. Dies sei das Höchste, was ein Bild leisten kann, so Alex Katz. “Mir als Künstler geht es nicht um irgendeine Moral, nicht um Wahrheit, sondern um das Visuelle, die Oberfläche der Dinge.”
In den Deichtorhallen wurden die Cutouts in einer Auswahl gezeigt, die in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler getroffen wurde. Es waren ca. 45 Werke aus der Zeit von 1959 - 2002 zu sehen.