Die Welt, Hamburg, 18. November 2005, unter der Überschrift "Großes Wohlgefallen in den Deichtorhallen" schreibt Julika Pohle in der Welt:
"Platz finden sie (Majerus' Arbeiten) in der nördlichen Deichtorhalle. Kaum vermag man sich einen Raum zu denken, in dem die grell- oder pastellbunte Riesenleinwände besser aufgehoben wären und besser zur Wirkung kämen. (...)
Wäre die Popart heute erfunden worden, dann sähe sie vielleicht so aus - und ganz gewiß hätte Michel Majerus sie erdacht. Aus einer Sicht auf die Bilderwelten heraus, die bei allem Vergangenheitsbezug so heutig ist, daß wir nur noch sagen: "seufz" und "wow". Beides fettgedruckt."
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Morgenpost, Hamburg, Artikel vom 18.11.2005, unter der Überschrift "Kunst mit Hang zum gigantischen Format" schreibt Isabelle Hofmann in der Morgenpost:
"Er ist auf dem besten Weg, der James Dean der bildenden Kunst zu werden: Michel Majerus (1967-2002), bei einem Flugzeugabsturz in Luxemburg ums Leben gekommen, schuf in der kurzen Zeit seiner Karriere ein Werk, das ihn zu einer Schlüsselfigur der aktuelle Kunstszene macht. (...) In einer spektakulären Majerus-Schau vereinen die Deichtorhallen nun zum ersten Mal die 26 bis zu 9,50 Meter hohen Riesenformate. "Demand the best don't accept excuses" ist mehr als eine Ausstellung. Es ist vielmehr ein beeindruckendes Raumerlebnis, das die Riesenhalle wie verwandelt erscheinen lässt und das Denken des früh Verstorbenen deutlich macht."
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Hamburger Abendblatt, 18.11.2005, unter der Überschrift "Gigantischer Triumph der Malerei" schreibt Ursula Herrndorf im Abendblatt:
"Es geht rund! Im wahrsten Sinne des Wortes. Wer die Ausstellung von Michel Majerus (1967-2002) in den Deichtorhallen besucht, wird als erstes durch ein Bilderkarussell geschleust. Ein schmaler Gang, geformt durch dicke, versetzt zueinander gestellte Säulen, läßt Besucher förmlich in die Ausstellung schlingern. Und vermittelt einen ersten Eindruck von der Bilderwelt des jung gestorbenen Malers. Micky Maus, Werbeslogans und schwingende Farbflächen flimmern da vorbei. Etwas atemlos und schwindlig steht man dann in der großen Halle - und wow! Was für ein Gegensatz. Offenheit, Weite! Und an den wenigen, riesigen Stellwänden hängen Bilder, jedes so groß wie ein Haus. (...) Heute bezeichnet ihn (Majerus) Robert Fleck als einen "in seiner Generation einmaligen Künstler". Die Schau in den Deichtorhallen belegt das eindrucksvoll."
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Westdeutsche Zeitung, Saarbrücker Zeitung, Märkische Oderzeitung u.a.
18.11.05, DPA-Bericht unter der Überschrift "Riesenformate von Michel Majerus in den Hamburger Deichtorhallen":
"Achtzehn seiner riesigen Bilder werden in der großen Deichtorhalle zu einer spektakulären malerischen Inszenierung vereint."
WZ
MOZ
Hannoversche Allgemeine Zeitung, 18.11.05 unter der Überschrift "SuperMajerus" schreibt Kristina Tieke in der HAZ:
"Ohne falschen Pathos hat Fleck (...) eine Ausstellung in Hamburg eingerichtet, welche die bis zu zehn Meter hohen Riesenformate zeigt und zugleich ganz persönliche Details zulässt. (...) Gesampelt aus allem, was die hannoversche Schau im Detail vorstellt, zeugen die Arbeiten in den Deichtorhallen von bewundernswerter Souveränität im Umgang mit den großen Flächen."
Welt am Sonntag, Hamburg, 13. November 2005, unter der Überschrift "Giganten der Gestaltung" schreibt Belinda Grace Gardner in der Welt am Sonntag:
"Die rahmensprengende, von der Zweidimensionalität der Malerei in skulpturale Dreidimensionalität übergreifende Bildlichkeit (in der Eingangsinstallation) stimmt die Betrachter ein auf das nächste Seh-Abenteuer, das sie erwartet, nachdem sie aus der Kunst-Flipper-Schleuse herauskatapultiert worden sind: eine kühne Landschaft aus gleichsam frei schwebenden, dabei höchst präsenten Ultra-Bildern mit einem Durchmesser von bis zu zehn mal zehn Metern, die jäh vor den Augen des Publikums auftauchen und in schwindelerregende Höhen emporwachsen."
Ganzer Artikel unter: WamS HH
Frankfurter Rundschau, 19.11.2005, unter der Überschrift "Das euphorische Jahrzehnt" schreibt Elke Buhr in der FR:
"Umstandslos setzte Majerus die Bildwelten, in denen er sich bewegte, in Malerei um: Logos, Schrift, Comic-Figuren, gruselige Spielzeug-Roboter, den Nike-Turnschuh, und immer wieder Super Mario, den ersten menschenähnlichen Charakter in einem Computerspiel überhaupt. Dabei saß er allerdings niemals dem Irrtum auf, dieser lustige Zeichen-Import würde ein Vierteljahrhundert nach der Pop-Art noch reichen, um ein relevantes Bild zu produzieren."
Ganzer Artikel unter: FR
Welt am Sonntag, Bundesausgabe, 20.11.2005, unter der Überschrift "Größer, bunter, lauter" schreibt Christian Tröster in der WamS:
"In Hamburg ist ein mit elliptischen Säulen verstellter Raum aufgebaut, derden Betrachter mit wandhohen Farbschlieren in einen optischen Strudel hineinzieht. Vielleicht aber wurde Majerus auch selbst überwältigt von derBilderflut in Fernsehen, Computerspielen, Videoclips und Reklame. Er setzte dem seine eigene Produktionswut und sein Verschlingen von Motiven entgegen. Indem er den Nintendo-Helden Super Mario oder andere Ikonen aus Medien oder Werbung abmalte, eignete er sie sich an, personalisierte sie und brach so die anonyme Macht, die von ihnen ausgeht. Wie ein Besessener muß Majerus mit und gegen die Bilderflut gearbeitet haben. Über 1500 Bilder hat er hinterlassen. Mehr als 90 Prozent davon sind quadratische Tafeln vom Format 60 mal 60 Zentimeter. Hundert davon präsentiert die Hannoveraner Kestnergesellschaft an einer Schauwand."
Ganzer Artikel unter: WamS
Focus, 14.11.05
"Kaum ein Museum konnte die wuchtigen Acrylbilder des Luxemburgers bislang in voller Größe zeigen. Drei jahre nach dem Tod (...) trumpfen die Deichtorhallen Hamburg nun erstmals mit fast allen Riesenformaten des Neo-Pop-Stars auf."
Spiegel vom 7.11.05
"(..) auf den Bildern des Luxemburger Künstlers Michel Majerus versammelt sich die Prominenz der Trivialkultur. Banal sind diese riesenhaften, bis zu zehn Meter hohen Gemälde nie."
Stern 47/2005
im aktuellen Stern 47/2005 unter "Was sich diese Woche Lohnt" ist die Ausstellung zu finden.
Art, 11, 2005
unter der Überschrift "Andy Warhols Zauberlehrling" schreibt Günter Engelhard in seinem 12-seitigen Artikel der Art:
"Sein früher Tod war das Ende einer rasanten karriere: Als Michel Majerus 2002 bei einem Flugzeugunglück starb, hatte er gerade erst begonnen, die Kunstwelt mit seinen ausufernden Pop-Fantasien zu erobern. Heute ist er präsenter denn je - mit Ausstellungen in Hamburg und Hannover."
„Journal“ NDR Kultur (Radio), Jochen Stöckmann, 18.11.2005, und auf Deutschlandradio Kultur zu hören unter:
d=5056ab3a&/" target="_blank" >Deutschlandradio
Süddeutsche Zeitung, 24.11.2005. Unter der Überschrift „Eingefrorene Zeichengewitter“ schreibt Till Briegleb in der SZ:
„Majerus stritt für die Intelligenz der Popkultur, die er als selbstbewusste, subversive und kreative Kraft von ihrem Fluch der Oberflächlichkeit befreien wollte: Computerspiele und Popmusik (...) – Majerus begriff diese Branchen als ebenso wertvoll für die Entwicklung einer freien Lebensart und einer reflektierten Kunst wie die Materialien der früheren Kunstgeschichte.(...) Majerus als legitimen Enkel von Andy Warhol zu verstehen, der den Blick auf die Schönheit und Bedeutung gegenwärtiger Erscheinungen lenkte, ist sicher nicht verkehrt. (...) Obwohl Majerus’ früher Tod und die auf Poperscheinungen der neunziger Jahre beschränkte Motivwahl den verdacht nähren könnte, dass seiner Kunst dauerhafte Aufmerksamkeit versagt sein wird, provoziert die Doppelausstellung die gegenteilige Vermutung. Denn die hier thematisierten Konflikte zwischen E- und U-Kultur, digitaler Beschleunigung und künstlerischem Innehalten, zwischen Qualität und Quantität werden in Zukunft sicher nicht an Bedeutung verlieren.“
TAZ, Bundesausgabe, 23.11.2005. Unter der Überschrift „Und Größe bewegt doch. Diese sensationelle Malerei“ schreibt Harald Fricke in der TAZ:
„ Denn die Exponate sind im Raum wie überdimensionale bis zu zehn Meter hohe Paravents aufgebaut. Eine riesige Kulissenlandschaft, die von gesiebdruckten Space Invaders, gigantischen Kätzchen und wild verschlungenen Doodles strukturiert wird. Die Fensterfront etwa verdeckt eine "Aquarell" betitelte Leinwand, darauf eine Waschmaschine, die mit einem rotgelbgrünen Pastellmix in XXL gefüllt ist. Die Arbeit war ursprünglich 1996 von Majerus für die Außenvitrine des gegenüberliegenden Hamburger Kunstvereins entworfen worden. Jetzt wirbt am gleichen Ort die Firma "Plakativ Poster" mit dem Slogan "Größe bewegt". Das ist, mit Blick auf die gewaltige Bildermaschine von Majerus und ohne falsche Bescheidenheit, wohl wahr. Doch damit nicht genug. Parallel findet eine zweite Majerus-Schau in der Hannoveraner Kestner-Gesellschaft statt. Auch hier haben Ausstellungsarchitekten ganze Arbeit geleistet (...) Michel Majerus war, das wird im Rückblick deutlich, selbst eine Art Pac-Man, der Bilder fraß und als raffinierte Malerei wieder aussonderte.“ Ganzer Artikel unter: taz
Die Welt, Bundesausgabe, 23.11.2005 Uta Baier berichtet unter der Überschrift „Im Farbwirbel“:
„Denn mit Majerus starb einer der wenigen Künstler, die sich fröhlich bei der Kunst der letzten fünfzig Jahre bedienten und damit die Brücke in die schnelle, bunte Bilder- und Erinnerungswelt der Gleichaltrigen schlugen. Man wüßte gern, was er heute malen würde, was in 20 Jahren. Das spricht für Majerus, der nach vielen deutschen Jahren betulicher Abstraktion und zäh verteidigtem Realismus dieses unbeschwerte, assoziative Durcheinander schuf.“ Ganzer Artikel unter: Welt
Frankfurter Rundschau, 19.11.2005 Unter der Überschrift "Das euphorische Jahrzehnt" schreibt Elke Buhr in der FR:
"Umstandslos setzte Majerus die Bildwelten, in denen er sich bewegte, in Malerei um: Logos, Schrift, Comic-Figuren, gruselige Spielzeug-Roboter, den Nike-Turnschuh, und immer wieder Super Mario, den ersten menschenähnlichen Charakter in einem Computerspiel überhaupt. Dabei saß er allerdings niemals dem Irrtum auf, dieser lustige Zeichen-Import würde ein Vierteljahrhundert nach der Pop-Art noch reichen, um ein relevantes Bild zu produzieren." Ganzer Artikel unter: FR
Welt am Sonntag, Bundesausgabe, 20.11.2005. Unter der Überschrift "Größer, bunter, lauter" schreibt Christian Tröster in der WamS:
"In Hamburg ist ein mit elliptischen Säulen verstellter Raum aufgebaut, der den Betrachter mit wandhohen Farbschlieren in einen optischen Strudel hineinzieht. Vielleicht aber wurde Majerus auch selbst überwältigt von der Bilderflut in Fernsehen, Computerspielen, Videoclips und Reklame. Er setzte dem seine eigene Produktionswut und sein Verschlingen von Motiven entgegen. Indem er den Nintendo-Helden Super Mario oder andere Ikonen aus Medien oder Werbung abmalte, eignete er sie sich an, personalisierte sie und brach so die anonyme Macht, die von ihnen ausgeht. Wie ein Besessener muß Majerus mit und gegen die Bilderflut gearbeitet haben. Über 1500 Bilder hat er hinterlassen. Mehr als 90 Prozent davon sind quadratische Tafeln vom Format 60 mal 60 Zentimeter. Hundert davon präsentiert die Hannoveraner Kestnergesellschaft an einer Schauwand." Ganzer Artikel unter: WamS
Heiko Klaas und Nicole Büsing berichten unter der Überschrift "Zoom in die Neunziger" in Kunstmarkt.com (und sicher auch in der Tagespresse), 21.11.2005:
"Man hat sich für eine Art Arbeitsteilung entschieden: In Hannover werden neben einigen großen Bildern vornehmlich kleinere Arbeiten wie die 60 mal 60 Zentimeter messenden Leinwände mit isolierten Bildelementen - eine Art visuelles Gedächtnis und Zeichenreservoir des Künstlers - präsentiert. Für das Verständnis seiner collagierenden Methode sind sie von zentraler Bedeutung. Die Hamburger Deichtorhallen inszenieren Majerus’ oft aus vielen Einzelleinwänden zusammengesetzte Großgemälde zu einem überwältigenden Ausstellungsparcours im bühnenbildartigen Supersize-Format." Kunstmarkt
Carsten Probst sagt in seinem Beitrag "Verlange das Beste!" für den Deutschlandfunk vom 21.11.2005:
"Es ist in vielfacher Hinsicht ein erstaunliches Werk, das dieser Künstler hinterlassen hat. 35 Jahre war Majerus alt, als er im Jahr 2002 bei einem Flugzeugabsturz auf der Reise von seiner Heimat Luxemburg nach Berlin ums Leben kam. Man schätzt, dass er bis dahin rund 1500 Bilder gemalt hat, eine Zahl, deren Ungeheuerlichkeit nur noch von der Qualität seines Werkes überboten wird." Deutschlandradio