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Fotos/© Birgit Hübner, Deichtorhallen Hamburg

 

Dritte Performance am 29. August 2006

"FRÄULEIN OVERKILLI`S TANZBODEN, rattenscharf, klarmachen (DAS hermetische DUELL des NUGGET-JIM de Gong und DR. BILLY the KIDADDY am Eagle-TAIL von Sherif `Marshall-DIRN`(nah' dem SPINNENTEAFOREST 'MAMMUTUS 1912))" am 29.8.2006, ab 20 Uhr in MAMA JOHNNY (Deichtorhallen)

AKTION MIT:
Jonathan Meese
Bernhard Schütz
Henning Nass
Veranstalter: Contemporary Fine Arts, Berlin

Jonathan Meese performt anlässlich seiner großen Einzelausstellung in der großen Deichtorhalle zusammen mit dem Schauspieler Bernhard Schütz (ab 1994 Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz | Intendanz: Frank Castorf), bekannt auch aus zahlreichen TV- und Kinoproduktionen (u.a. im "Tatort", „Der Job seines Lebens“), und dem Schauspieler Henning Nass (ebenfalls Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz), der u.a. durch seine Filmproduktion "Die 120 Tage von Bottrop" unter der Regie von Christoph Schlingensief für Aufsehen sorgte.

Jonathan Meese gehört zur Elite der jüngeren deutschen Künstler, die derzeit international höchste Anerkennung findet. Er wuchs in der Nähe von Hamburg auf, wo er bis 1998 an der Hochschule für Bildende Künste studierte. Nach Auftritten in Tokio und der Turbine Hall der Londoner Tate Modern im Februar dieses Jahres präsentiert er nun die erste große Ausstellung in seiner Heimatstadt. Mit über 300 Gemälden, Skulpturen, fotografischen und installativen Arbeiten ist die Schau in den Deichtorhallen Hamburg gleichzeitig die erste umfassende Werkübersicht von Jonathan Meese. Die Ausstellung wurde am 27.4.2006 mit einem Gastspiel der Berliner Volksbühne eröffnet und ist noch bis zum 3. September 2006 zu sehen.

Am 24. Mai war Jonathan Meese auf der Drehbühne mit seiner Performance „DER GEOMETRISCHE GOTT (die hermetische, ZEUSHAFTE NEUTRALITÄT der Tyrannis)“ zu sehen.

Die Verbindung von „großem“ Theater und Ausstellung ist auch für den multi-medial arbeitenden Ausnahmekünstler ein neues Terrain, für seine außergewöhnlichen Performances hingegen ist Meese weitläufig bekannt. In stets überbordender Kulisse aus Bildern, Texten, (Ab-)Zeichen, Objekten und eigenen Wortschöpfungen, die von allen erdenklichen Macht-Menschen, Mythen und Geistesgrößen der Historie, Stars und Sternchen der Popkultur oder seinen Helden aus Fiction und Filmen handeln, kreiert Meese fernab der Norm sein eigenes Universum. Es wird bevölkert von Caligula, Stalin, Marquise de Sade, Richard Wagner, Balthus, Zardoz oder Dr. No, um nur einige Personen und Figuren zu nennen, denen Meese neue Bedeutungszusammenhänge zuweist, wobei er absichtlich die Konventionen überschreitet und eigenen Gesetzen folgt.

Die Performance war restlos ausverkauft.

Am 20. Juli folgte die Performance "Die hermetische Revolution (die Diktatur der Kunst)", die ebenfalls restlos ausverkauft war.

 

Fotos von der Performance am 29.8.2006

alle Fotos/© Birgit Hübner, Deichtorhallen Hamburg



 

 

 

Fotos von der Performance am 24. Mai 2006