Foto: © Henning Rogge
Foto: © Henning Rogge
 

Die Poesie des Bösen

Dienstag, 20.12.2011

Letzte Ausstellung des Jahres in der Sammlung Falckenberg eröffnet.

In der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Haburg wurde am vergangenen Freitag mit der Ausstellung PSYCHO, die Arbeiten des in Berlin lebenden finnischen Künstlers Robert Lucander und der amerikanischen Künstlerin Ena Swansea zeigt, die letzte Ausstellung in diesem Jahr eröffnet. »Eine Poesie des Bösen ist die Leitidee der Ausstellung, die mit Arbeiten von Ena Swansea und Robert Lucander weit voneinander entfernte Welten zusammenführt«, so fasst Harald Falckenberg die Idee hinter der Schau zusammen. »Psycho ist die Formel für das Unheimliche, Obsessive, der Traumata, Phobien und hysterischen Zustände.«

Die Gemälde von Ena Swansea handeln von Träumen und Affekten und zeugen von einer Faszination für das Rätselhafte und die Kraft der Phantasie. Man kann die Bilder als Ausdruck von unterbewussten und irrationalen Wünschen und Ängsten aus den Tiefen der Erinnerung lesen. Ihre flüchtig anmutenden »Traumbilder« vermitteln sich dem Betrachter in der non-verbalen Form und sinnlichen Unmittelbarkeit der Malerei.

Im Gegensatz zum suggestiven Illusionismus Ena Swanseas steht bei Robert Lucanders Werken das verwendete Material und die bildkünstlerische Technik selbst im Vordergrund. So scheinen sich die Bilder und Montagen des finnischen Künstlers unmittelbar aus dem Bildträger selbst, der Maserung und den Astlöchern des hölzernen Bildträgers herauszuschälen. Lucander bedient sich der Bildwelt der Magazine und der Werbung, zerlegt die bunte Medienwelt in Fragmente und setzt sie durch Reduktion, Übermalung, Montage, Spiegelungen und Vervielfältigung zu eigenen Bild-Aussagen zusammen, die nur auf den ersten Blick oberflächig und harmlos wirken.

Die Ausstellung ist bis zum 25. März 2012 in der Sammlung Falckenberg zu sehen.