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Jean-Marc Bustamante - Long Playing

Die Deichtorhallen Hamburg widmen dem renommierten französischen Künstler Jean-Marc Bustamante, 1952 in Toulouse geboren, eine umfangreiche Ausstellung. Der Künstler hat in den letzten 20 Jahren durch zahlreiche Museumsausstellungen u.a. in Bern, Krefeld, Paris, Chicago, Wolfsburg und Eindhoven auf sich aufmerksam gemacht.

Die Deichtorhallen Hamburg widmen dem renommierten französischen Künstler Jean-Marc Bustamante, 1952 in Toulouse geboren, eine umfangreiche Ausstellung. Der Künstler hat in den letzten 20 Jahren durch zahlreiche Museumsausstellungen u.a. in Bern, Krefeld, Paris, Chicago, Wolfsburg und Eindhoven auf sich aufmerksam gemacht. Ein wesentliches Thema seiner Werke ist die Verknüpfung des gedanklich "abstrakten Raumes" mit dem realen Raum in Natur und Architektur (Uta Grosenick). Mit dem Bildhauer Bernhard Bazile bildete Bustamante von 1983 - 1987 die Künstlereinheit BAZILEBUSTAMANTE. Das gemeinsame Werk konzentrierte sich auf visuelle Codes und Zeichensysteme. Ab 1987 entwickelte Bustamante Skulpturen und Installationen, die sich dem gleichen Sujet wie seine Fotografien widmen - Landschaften und Orte, die sich in einem Zustand des Übergangs befinden. Seine umfangreiche Serie der Fotografien spanischer Landschaften von 1978 bis 1982 nennt er Tableaux (Gemälde), die Wandreliefs werden Paysages (Landschaften) betitelt und die mittels Siebdruck auf Plexiglasscheiben übertragenen neueren Arbeiten heißen Lumières und Panorama. Seine Skulpturen sind meist aus schweren Materialien wie Stahl und Beton gefertigt, nicht mehr gänzlich unbearbeitet, aber auch noch nicht fertiggestellt. Der Anstrich mit Bleimennige betont diesen Zustand, soll das Gefühl vermitteln, daß die Arbeit noch nicht ganz fertig ist. Die Bodenskulpturen werden Sites genannt, was nach einer Definition von Beuys, die Bustamante beeindruckt hat, "gewählter Ort, an dem Geschehenes sich mit etwas verbindet, daß noch geschehen wird" bedeutet. Die geheime Natur des Ortes kommt in seiner inneren Struktur zum Ausdruck. Der Ausstellungstitel Long Playing weist auf Bustamantes Beschäftigung mit den Begriffen von Zeit und Dauer hin. Bewußt ist darin auch der Bezug zur LP, Langspielplatte, enthalten, da die Konzeption der Ausstellung wie ein Musikstück entstanden ist. Ca. 80 Arbeiten des in Paris lebenden Künstlers werden auf der 1.800 m2 großen Ausstellungsfläche der südlichen Deichtorhalle gezeigt.

 

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Farb-Abbildungen und Texten von Zdenek Felix und Jean-Marc Bustamante und einem Interview mit Sophie Berrebi zum Preis von DM 39,--. (Weitere Infos: Birgit Hübner 040/32 10 32 50)