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ORIENT STARS – KLASSISCHE UND FRÜHE TEPPICHE, FLACHGEWEBE, SEIDENSTICKEREIEN AUS ANATOLIEN UND DEM KAUKASUS


7. MAI BIS 20. JUNI 1993

Vom 17. – 22. Juni 1993 findet in Hamburg und in Berlin die 7. Internationale Konferenz für Orientteppiche (ICOC) statt, die bedeutendste internationale Veranstaltung im Bereich des klassischen Orientteppichs und der orientalischen Textilien. Aus Anlass der Konferenz zeigen mehrere Hamburger Museen spezifische Ausstellungen.

In den Deichtorhallen (Südhalle) wird vom 7. Mai bis zum 20. Juni 1993 unter dem Titel „Orient Stars“ (Sterne des Orients) eine umfassende Auswahl aus der Sammlung Kirchheim in Stuttgart gezeigt. Die Auswahl umfasst mehr als 230 Teppiche, Flachgewebe und Seidenstickereien aus dem Kaukasus und Anatolien, dem Herzen der Teppichknüpfkunst. Die künstlerisch hochrangigen Objekte, die fast alle aus der Zeit vor 1800 stammen, legen ein beredtes Zeugnis ab von der kulturellen Vielfalt der anatolischen und kaukasischen Völker. Die Einmaligkeit dieser frühen Teppiche, die teilweise nur als Fragmente erhalten sind, wird zusätzlich von der Vielfalt an Farben, Formen und Ornamenten unterstrichen, die in verblüffender Zahl in den gezeigten Textilien erscheinen.

Teppiche dienen vielen orientalischen Völkern als Bodenbelag oder Wandbehang. Nach Europa kamen die ersten Teppiche vermutlich über die Seidenstraßen in der römischen Zeit. Von der heutigen Wohnkultur kann man sich den Teppich in verschiedener Form nicht wegdenken. Neben dem praktischen Zweck erfüllen die Teppiche jedoch auch hohe ästhetische Ansprüche. Die Schau "Orient Stars" in den Deichtorhallen will dem breiten Publikum die Besonderheiten dieser Kunstform erschließen.

Die ausgestellten Sammlungskomplexe, die in Hamburg und später im Linden-Museum Stuttgart gezeigt werden, bilden zwei Schwerpunkte: Teppiche und Seidenstickereien aus dem Kaukasusgebiet und Teppiche sowie Kelims (Flachgewebe} aus der Türkei. Die Südhalle bietet dafür einen passenden Rahmen, da es sich teilweise um großformatige Textilien handelt, die entsprechende Boden- und Wandflächen beanspruchen.

Die Schau wird ergänzt durch einige Leihgaben des Völkerkundemuseums in Hamburg.
Es erscheint ein Begleitbuch sowie ein Katalog.