ARCHIV
 

SAMMLUNGSBLÖCKE DER STIFTUNG FROEHLICH – DEUTSCHE UND AMERIKANISCHE KUNST DER 60ER UND 80ER JAHRE


23. JANUAR BIS 13.APRIL 1997

 

Das gezielte Sammeln des Stuttgarter Unternehmers Froehlich setzte vor nur knapp anderthalb Jahrzehnten ein. Joseph Beuys spielte dabei eine initiatorische Rolle. Über den Erwerb des goldenen „Friedenshasens" 1982 bei der documenta in Kassel entwickelte sich eine Beziehung zwischen dem Sammler und dem Künstler, die sich in der späteren Sammlung niederließ. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, daß die Beuys'sche Werkgruppe aus besonders qualitätsvollen Arbeiten besteht und als eine der tragenden Säulen der Stiftung Froehlich gilt.

Charakteristisch für die Sammlertätigkeit von Josef Froehlich ist die Konzentration auf die Kunst der beiden Länder Deutschland und USA sowie das Interesse an der Bildung von größeren Werkgruppen. In solchen „Blöcken" erschließen sich wesentliche Phasen innerhalb des Schaffens einzelner Künstler und werden auch mehrere nachfolgende Entwicklungsstufen sichtbar. Neben Beuys sind es besonders Sigmar Polke, Gerhard Richter und Georg Baselitz bei den Deutschen sowie Cy Twombly, Bruce Nauman und Andy Warhol bei den Amerikanern, die essentielle Schwerpunkte in der Sammlung bilden. Aber auch Werkgruppen anderer Künstler wie Palermo, Rosemarie Trockel, Dan Flavin, Donald Judd oder John Chamberlain sind für das Gesamtprofil der Stiftung Froehlich von tragender Bedeutung. Insgesamt werden in den Deichtorhallen ca. 300 Werke von 19 Künstlern gezeigt, die ein faszinierendes Panorama der Kunst unserer Zeit darstellen.

 
Eine umfangreiche Publikation: „Stiftung Froehlich – Sammlungsblöcke" mit Texten von Stefan Germer und Thomas McEvilley sowie einem Interview mit Josef und Anne Froehlich (282 Seiten, ca.300 Abbildungen, Verlag Cantz, Stuttgart) liegt vor.