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OUTDOOR-AUSSTELLUNG:
ANASTASIA TAYLOR-LIND – MOTHERS & DAUGHTERS

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Platz der Deichtorhallen Hamburg 8. Mai — 3. Juli 2022

Am Sonntag, den 8. Mai 2022 veranstalten die Hamburger Museen einen gemeinsamen Benefiztag für die Ukraine. Mit einem besonderen Programm setzen das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Deichtorhallen Hamburg, die Hamburger Kunsthalle, die Stiftung Historische Museen Hamburg (Museum für Hamburgische Geschichte, Altonaer Museum, Museum der Arbeit und Deutsches Hafenmuseum), das MARKK Hamburg, das Archäologische Museum Hamburg und die KZ Gedenkstätte Neuengamme ein gemeinsames Zeichen der Solidarität. Zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen sind geplant.

Dabei gilt die Devise »Spende statt Eintritt – Ihr Besuch für die Ukraine«. Sämtliche Erlöse des Benefiztages gehen direkt an die kooperierenden Hilfsorganisationen Hanseatic Help e.V., das Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine und MenscHHamburg e.V. Mit dem historischen Datum des Benefiztages setzen die Hamburger Museen zudem ein Zeichen der Solidarität und für den globalen Frieden: Am 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus in Europa zum 77. Mal.

Die Deichtorhallen Hamburg zeigen zu diesem Anlass die Outdoor-Ausstellung MOTHERS & DAUGHTERS mit Arbeiten der schwedisch-britischen Fotojournalistin ANASTASIA TAYLOR-LIND. Im Auftrag der ZEIT reiste sie am 8. März, dem internationalen Weltfrauentag, in die ukrainische Stadt Lwiw und portraitierte dort fliehende Mütter mit ihren Töchtern bei der Durchreise am Bahnhof. Gemeinsam mit der ukrainischen Journalistin Olha Petriv befragte sie die Frauen nach ihrer Herkunft und ihren Zielen. Aufgrund von sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalttaten sind Frauen von den Auswirkungen des Krieges in besonderer Weise betroffen.

Ab dem 8. Mai präsentieren die Deichtorhallen Hamburg, deren drei Häuser zu diesem Zeitpunkt aufgrund ausstellungsbedingter Umbauarbeiten geschlossen sind, die Portraits im öffentlichen Raum auf dem Deichtorhallenplatz als Beitrag zum Benefiztag der Hamburger Museen, der gleichzeitig auf den Muttertag fällt. Auf großformatigen Bannern erzählen die Bilder und begleitenden Kurztexte – je in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache – die Schicksale von sechs ukrainischen Frauen mit ihren Kindern auf der Flucht.

Bereits seit 2014 reist ANASTASIA TAYLOR-LIND regelmäßig in die Ukraine, um den Krieg und die Schicksale vor Ort zu dokumentieren. 2014 erschien ihr erstes Buch »MAIDAN – Portraits from the Black Square«, eine Portraitreihe regierungskritischer Demonstrant*innen und Trauernder, die im selben Jahr auf dem Maidan Nezalezhnosti (Independence Square) entstanden ist. Sie ist TED Fellow und ehemalige Harvard Niemann Fellow (2016). ANASTASIA TAYLOR-LIND arbeitet als Fotojournalistin für führende Publikationsmedien weltweit, darunter The National Geographic Magazine, TIME, Vanity Fair, The New Yorker, The New York Times, The Sunday Times und The Guardian.

Die Outdoor-Ausstellung wurde von Ingo Taubhorn, Kurator vom Haus der Photographie, und Amélie Schneider, Leiterin der Bildredaktion bei DIE ZEIT, konzipiert und ist bis zum 3. Juli jederzeit frei und offen zugänglich.

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