AKOSUA VIKTORIA ADU-SANYAH – RESIDUAL SKY UNDER CONTAMINATION
9. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG
5. JUNI 2026 – 1. NOVEMBER 2026
Über die Ausstellung
Großformatige, von Hand entwickelte Farbabzüge sind charakteristisch für die künstlerische Arbeit von Akosua Viktoria Adu-Sanyah (*1990). In manuellen und chemischen Prozessen verschiebt und erweitert die deutsch-ghanaische Künstlerin die Grenzen der Fotografie. Indem sie die flüchtigen Zustände der analogen Entwicklung – sonst nur in der Dunkelkammer erlebbar – in den Ausstellungsraum überträgt, macht sie das Ungesehene, Latente und Prozesshafte des Mediums wahrnehmbar.
Ausgangspunkt für ihre aktuellen Arbeiten sind historische Fotografien aus der British Empire & Commonwealth Collection in Bristol, aufgenommen am Geburtsort ihres Vaters im heutigen Ghana. Auf der Suche nach alternativen Erzählungen löst sie Himmel, Baumkronen und Landschaften aus ihrem kolonialen Kontext und überträgt diese geborgenen Naturfragmente auf Farbnegative.
»Schönheit ist eine Form von Würde – etwas, das durch Überleben, durch Ausdauer erscheint.«
Akosua Viktoria Adu-Sanyah
Über Akosua Viktoria Adu-Sanyah
Akosua Viktoria Adu-Sanyah (geb. 1990) ist eine deutsch-ghanaische Künstlerin, die in Zürich lebt. Sie arbeitet mit fotografischen Objekten, Installationen, Malerei und prozessorientierter Bildentwicklung. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen »no flowers« im Centre culturel suisse. Paris, »Residual Sky« im Kunsthaus Glarus, »Corner Dry Lungs« im MMK – Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main und »The House Is a Body« beim Bristol Photo Festival sowie Präsentationen auf der Art Basel Hong Kong und im Foam Museum Amsterdam. Sie ist Preisträgerin des Swiss Art Award. Ihre Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen, darunter im Kunsthaus Zürich, im MMK und im Stedelijk Museum.
DARK ROOMS, ANALOGUE FREQUENCIES
Gemeinsam mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg richten wir ein offenes Schwarz-Weiß-Fotolabor mit Dunkelkammer als Teil der Ausstellung ein. Das begleitende Workshop-Programm schafft Raum für Begegnung, Annäherungen und Widersprüche und reagiert auf den Wunsch nach Gemeinschaft und Materialität. Im Fokus stehen dabei die emotionalen, entschleunigten und versöhnenden Qualitäten analoger Fotografie: In ihrem Werden und Vergehen eröffnen sich alternative Zeitlichkeiten und widerständige Zukünfte.
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