Über die Ausstellung
Huguette Caland (1931–2019) beeindruckt durch die außergewöhnliche Konsequenz, mit der sie ihr Leben selbst zum Ausgangspunkt ihrer Kunst machte. In ihrem vielgestaltigen Werk – Gemälden, Zeichnungen, Skulpturen, Collagen, Textilien und Texten – erforscht die libanesische Künstlerin Formen der Selbstfindung in Beziehung zu anderen. Diese Beziehungen erscheinen in ihrer Kunst zugleich heiter und konflikthaft, unverstellt erotisch und tiefgründig.
Die in Kooperation mit dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía entwickelte Retrospektive A LIFE IN A FEW LINES bietet mit 300 Werken erstmals in Europa einen umfassenden Einblick in Calands Schaffen.
»Das Medium, das ich für meine Kunst verwende, ist größtenteils mein eigenes Leben. Jeder einzelne Austausch, ein Blick, ein Lächeln, eine kurze Begegnung«
Huguette Caland
Über Huguette Caland
Huguette Caland (1931–2019) wuchs als Angehörige der kosmopolitisch geprägten Oberschicht auf. Ihr Vater, Bechara El Khoury, war der erste Präsident der unabhängigen Republik Libanon. 1964 begann sie ein Studium der Bildenden Kunst an der American University of Beirut. 1970 zog sie nach Paris, um sich ganz ihrer künstlerischen Entwicklung zu widmen. 1989 folgte der Umzug nach Kalifornien. 2013 kehrte sie nach Beirut zurück. 1969 war sie Mitbegründerin der Nichtregierungsorganisation INAASH, die bis heute palästinensischen Frauen in libanesischen Flüchtlingslagern hilft, die Traditionen der palästinensischen Stickerei – Tatreez genannt – zu erlernen und zu vermarkten. Huguette Calands Werke sind heute in Sammlungen bedeutender Museen, etwa des SAMoCA, Centre Pompidou, des MoMA oder der Tate, vertreten.
Veranstaltungen
Ausstellungsfilm
Audioguide
Im Audioguide erfahren Sie mehr über ausgewählte Werke der Ausstellung sowie das bewegte Leben von Huguette Caland. Den Audioguide können Sie kostenlos auf Soundcloud und in der Ausstellung per QR-Code während ihres Besuchs hören.
Podcast
In unserem DAS IST KUNST Shorty erfahren Sie das Wichtigste zur Ausstellung von Huguette Caland. Julia Schulze Darup und Matthias Schönebäumer sprechen über das vielgestaltige Werk der Künstlerin und wie sie sich mit Themen wie Gemeinschaft, Urbanität, Liebe, dem Älterwerden und der Suche nach Identität auseinandergesetzt hat.
Die Kuratorin Hannah Feldman spricht über Huguette Calands Leben im Beirut der 60er-Jahre, wie sie zu ihrer eigenen Sprache in der Malerei fand und sich dabei immer wieder gängigen Schönheitsidealen widersetzte.
Nur in englischer Sprache verfügbar.
Katalog
Zur Ausstellung ist ein Katalog im Distanz Verlag erschienen, der vom Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg herausgegeben wurde. Mit Textbeiträgen von Hannah Feldman, Alessandra Armin, Alex Aubry, Maite Borjabad López-Pastor, Brigitte Caland, Rachel Haidu, Aram Moshayedi, Kaelen Wilson-Goldie und der Künstlerin. Softcover, 20,5 mal 26 cm, 288 Seiten mit 200 Abbildungen, englischsprachig, 45 Euro.
Vorraussichtlich wieder lieferbar ab 24. März.
LAB
Direkt im Ausstellungsraum gelegen, lädt das LAB Besucher*innen aller Altersgruppen dazu ein, selbst aktiv zu werden, Momente der Ruhe zu finden und sich kreativ und gedanklich mit den Bildwelten Huguette Calands auseinanderzusetzen. Das LAB bietet Raum zum Zeichnen, Schreiben, Gestalten, zum Hinterlassen eigener Gedanken sowie zum Vertiefen in einer Leseecke. Begleitend finden regelmäßig Workshops, Gesprächsformate und Veranstaltungen in Kooperation mit Künstler*innen und freien Initiativen statt.
Das LAB kann kostenfrei zu den regulären Öffnungszeiten der Ausstellung besucht werden.
HALLE4 MAGAZIN






