Heute scheint der Gewalt in der Welt keine Grenze gesetzt: Medial, verbal oder körperlich dringt sie in jeden Winkel unseres Alltags vor. Auch wenn der Begriff veraltet erscheinen mag, erweist sich gerade die Idee der Gegenkultur als soziales und politisches Gegengewicht zur allgegenwärtigen Gewalt. Eine Atempause eröffnet sich durch alternative Perspektiven von Künstler*innen, die sich entschieden positionieren. Dabei ist Gegenkultur weniger als künstlerische Praxis, sondern vielmehr als gesellschaftliche Haltung zu verstehen. Vor diesem Hintergrund gilt es zu untersuchen, welche Mittel sie uns heute an die Hand geben kann.
Emilie Houssa (geb. 1983) ist Kunsthistorikerin und Co-Direktorin des Centre Claude Cahun in Nantes, einem Ausstellungs- und Bildungszentrum, das sich unabhängigen künstlerischen Praktiken widmet. Zuvor lehrte sie Kunstgeschichte und Semiotik in Montreal und Paris. Houssa verfasst kritische Essays über zeitgenössische Fotografie, beispielsweise über Juliette Agnel oder Anthony Guerrée, und ist zudem Romanautorin. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Roman und wurde vom Centre National du Livre sowie der Villa Medici gefördert. Houssa ist Kuratorin der Ausstellung INNER MORGNINGS, OR FORMS OF COUNTERCULTURE, die aktuell in der Sammlung Falckenberg und anlässlich der 9. Triennale der Photographie Hamburg zu sehen ist.
Sprache der Veranstaltung: Englisch
Die Veranstaltung ist kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.
Teilnahme
Termine
Ort
Deichtorhallen Hamburg / Halle für aktuelle Kunst, Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg
Ausstellung
ALLIANCE, INFINITY, LOVE – IN THE FACE OF THE OTHER