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IMI KNOEBEL – MENNIGEBILDER 1976-92


12. MÄRZ BIS 10. MAI 1992


1940 in Dessau geboren, studierte Imi Knoebel von 1964 bis1971 an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys.

Der international renommierte Künstler fand bald zu einer klaren und äußerst sensiblen Formsprache, die sich, inspiriert durch die "Empfindung der Gegenstandslosigkeit" bei Malewitsch, vorwiegend geometrischer Elemente bedient. Die Deichtorhallen zeigen eine auf den gegebenen Raum bezogene Auswahl von Bildern aus den letzten Jahren. Einige Arbeiten fertigt Knoebel raumbezogen vor Ort an. Die Bezeichnung "Mennige-Bilder" leitet sich aus der Verwendung von Rostschutzfarbe (Mennige) ab. Die Mennige-Serie besteht aus unregelmäßigen, z.T. aus Sperrholz ausgesägten Vielecken, die aus der Verschwisterung ehemals autonomer Rechtecksformen hervorgehen. Sich überlagernde Einzelelemente belässt Imi Knoebel als dreidimensionale Schichtung. Im Gesamtbild entwerfen sie frei rhythmisierte Bewegungen und erzeugen so ein raumöffnendes Spannungsfeld. Betont eine massive Bauweise ihre Objekthaftigkeit, so die Verwendung von Farbe ihre Bildhaftigkeit.

Zur Ausstellung erscheint eine Leinenkassette Mennigebilder mit 54 gestanzten Einlegeblättern in limitierter Auflage (65,- DM); davon 60 Exemplare vom Künstler signiert (150,- DM).

Katalog:

Imi Knoebel - Mennigebilder 1976 - 1992, Hg.: Deichtorhallen Hamburg, limitierte (und signierte) Katalogedition, Texte von Zdenek Felix, Christoph Schenker und Johannes Stüttgen im Begleitheft, Hamburg 1992, (Begleitheft 17 S.)