Rückblick

DIE KUNSTVERMITTLUNG IM RÜCKBLICK

Die Kunstvermittlung der Deichtorhallen Hamburg verfügt über ein großes Archiv mit Fotos und Berichten. Die vergangenen Ferienkurse, Workshops sowie große und kleine Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben einen guten Überblick über das abwechslungsreiche Angebot der kulturellen Bildung.

KONTAKT
Birgit Hübner
Tel. +49 (0) 40 32103-141
huebner[#]deichtorhallen.de


Tagung und Barcamp #hallovermittlung

Im April 2017 trafen sich rund 150 Teilnehmer*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum zur Tagung HALLO VERMITTLUNG!? in den Deichtorhallen Hamburg und der Körber-Stiftung, um über den Stand der Kunstvermittlung zu sprechen. Schnell war klar, dass es viel Redebedarf gibt und die brennenden Themen nicht an zwei Tagen abgehandelt werden können.

Das Barcamp HALLO VERMITTLUNG!? 2 hat im September 2018 den Gesprächsfaden der groß angelegten Tagung zur Kunstvermittlung wieder aufgegriffen.
Die Veranstaltung war offen für alle, jede*r war herzlich eingeladen, ihre/seine Anliegen und Themen rund um Kunstvermittlung einzubringen und zur Debatte zu stellen. Es wurde kein Programm festgesetzt und keine Redner*innen eingeladen. Alle gestalteten mit.

Lesen Sie hier einen Rückblick auf die Konferenz von April 2017.
Die Audiodateien der Konferenz finden Sie hier.

Workshops

STADTGESICHTER/TRIENNALE:

20.–24. JULI 2015

Von den Teilnehmer*innen verfasster Text:

»In den Sommerferien haben wir (15 Jugendliche) uns unter der Leitung des Fotografen André Lützen auf die Suche nach der eigenen Sicht auf die Stadt gemacht. Im Rahmen der Foto-Triennale stellten Museen Fotografien aus. Von diesen inspiriert unternahmen wir Rundgänge durch die Innenstadt mit Aufträgen für die Gestaltung unserer Aufnahmen.

Die Deichtorhallen zeigten die Werke von Phillip Toledano, der das Zusammenspiel von Lichteinflüssen perfektoniert hat. Vor allem die Reihe »Maybe«, in der Toledano sich selbst in Situationen seines möglichen späteren Lebens ablichten ließ, überzeugte sehr.

Welche Mühe hinter solch Aufnahmen steckt, wurde im Altonaer Museum deutlich, da die aufgestellten Bilder teilweise 20 Minuten belichtet werden mussten. So wurden viele Aufnahmen inszeniert und sind weniger fotografisch, aber dokumentarisch bedeutender. Zu jedem Rundgang gab es eine neue Aufgabe: wie zum Beispiel Porträt-Fotografie, architektonische Details oder zweigeteilte Bilder, die wir aufnehmen sollten. Auf diese Weise entwickelten wir eine ganz andere Sicht auf Hamburg und das Fotografieren. Motive wurden ausgewählt, Fotos gemacht und begutachtet. Zum Schluss war das Aussortieren am mühsamsten.

So haben wir in fünf Tagen einen ganz besonderen Blick entwickelt und zuätzlich Hamburg und unsere Kameras gut kennengelernt.«

»EIN Ü IST EIN Ü IST EIN Ü«

WORKSHOP ZUR AUSSTELLUNG »DAS Ü DES TÜRHÜTERS« VON ANDREAS SLOMINSKI

MIT SABINE FLUNKER UND MARCEL MIETH
27. – 29. MAI 2016

Was verschlossen ist, macht neugierig. So nahmen sich die Teilnehmer*innen in künstlerischer Begleitung der Workshopleiter*innen Sabine Flunker und Marcel Mieth der Aktivierung des musealen Raums an und näherten sich performativ den zum größten Teil verriegelten Toilettenhäuschen in der Ausstellung DAS Ü DES TÜRHÜTERS von Andreas Slominski. Durch tanzende Wischbewegungen in grünen Putzpantoffeln über den Ausstellungsboden belebten sie die Installation. In der raumgreifenden Ausstellung von Andreas Slominski zeigt sich die Kunst in humorvoller Auseinandersetzung mit alltäglichen Gebrauchsgegenständen in knall-farbigem Plastik. Sich darauf beziehend und ebenso humorvoll, entstanden kurze Videosequenzen, Materialansammlungen und Skulpturen.

»INVISIBLE CITY/NIGHT WALK«

OUTDOOR-AUSSTELLUNG

ZUM KDK-WORKSHOP »INVISIBLE CITY/NIGHT WALK«
MIT ANDRÉ LÜTZEN
20. JULI – 29. AUGUST 2016

In einem viertägigen Workshop (23.–26. Juni 2016) haben sich Finn Clausen, Benedict Deutsch, Julian Reutermann, Nele Schiller, Tomas Thornton und Jasper de Wyl unter Leitung von André Lützen mit der Thematik und Bildsprache der im Haus der Photographie ausgestellten Fotografen Ken Schles, Jeffrey Silverthorne und Miron Zownir auseinandergesetzt. Besonderes Gewicht lag dabei auf Ken Schles' INVISIBLE CITY und NIGHT WALK. Die Teilnehmer*innen haben im Hamburger Stadtraum selbst Bilder gemacht, die einen neuen Blick auf unsere urbane Alltäglichkeit öffnen und scheinbare Nebensächlichkeiten bemerken, an denen wir sonst einfach vorbeilaufen.

In der Outdoor-Ausstellung wurden ausgewählte Arbeiten der sechs jungen Fotograf*innen gezeigt. Einige der Bilder wurden als Paare präsentiert, um eine wechselwirksame Beziehung zwischen den Fotos herzustellen.

CEWE ermöglichte als Partner der Deichtorhallen die Ausstellung durch den Druck der Arbeiten und die Zurverfügungstellung der Displays.

Kooperationen und Schulprojekte

»VERANKERT IN HAMBURG − STADTGESCHICHTEN NEU ENTDECKT«

VERANKERT IN HAMBURG −
STADTGESCHICHTEN NEU ENTDECKT

SEIT MÄRZ 2016

»Verankert in Hamburg - Stadtgeschichten neu entdeckt« ist ein Projekt des Museumsdienstes Hamburg im Rahmen der Initiative ‚Kultur macht stark’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert durch den Deutschen Museumsbund e.V.. Ab März 2016 beteiligen sich insgesamt acht Hamburger Museen – je ein historisches im Verbund mit einem Kunst oder Kulturhistorischen Museum – zusammen mit acht Trägern der Jugendhilfe an dem Kooperationsprojekt »Verankert in Hamburg – Stadtgeschichten neu entdeckt«.

Mit dem Projekt möchte der Museumsdienst Hamburg Jugendliche im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren dabei unterstützen, in möglichst altershomogen zusammengesetzten Gruppen einen ganz persönlichen Zugang zu der breitgefächerten Museumslandschaft der Hansestadt zu finden. Innerhalb der Projektmaßnahmen sollen die Jugendlichen sich und ihre sozialräumliche Lebenswelt konkreter wahrnehmen und hinterfragen lernen. Sie entdecken die Bedeutung vermeintlich »kleiner, alltäglicher Dinge« vor ihrer Haustür sowie deren Ästhetik und suchen Anknüpfungspunkte in den Museen.