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Eröffnung: But I'm Awake. Identity, Vulnerability and Empowerment

Ausstellung auf Kampnagel in Kooperation mit FUTURES und der Triennale der Photographie Hamburg

Neue Bildwelten: Positionen junger Fotografie in einer großen Ausstellung auf Kampnagel in Kooperation mit FUTURES European Photography Platform, den Deichtorhallen Hamburg und der Triennale der Photographie Hamburg.

»Currency« heißt das Thema der 8. Triennale der Photographie Hamburg, die sich der Produktion und globalen Verbreitung von Bildern und ihrem Einfluss auf gesellschaftliche Machtverhältnisse und Blickwelten widmet. In diesem Rahmen und gemeinsam mit dem Haus der Photographie / Deichtorhallen zeigt das Sommerfestival Arbeiten von jungen Fotograf*innen, die Teil der europäischen Förder-Plattform »FUTURES« sind und sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Ausgrenzung, Zugehörigkeit und der Ermächtigung aus Systemen der Unterdrückung auseinandersetzen. Sie zeigen Verletzlichkeit und Stärke, Angst und Freude, Entfremdung und Gemeinschaft und produzieren neue Bilder über Queerness, Blackness oder migrantische und osteuropäische Identität.

BUT I’M AWAKE bezieht sich dabei auf einen Zustand der Wachsamkeit in Zeiten der politischen und gesellschaftlichen Krise und auf eine produktive Subversion bestehender Herrschaftsverhältnisse und dominanter Sehgewohnheiten. Mit: MARIA BABIKOVA (*1990 in Tscheljabinsk, Russland, lebt in London), EURIDICE ZAITUNA KALA (*1987, Maputo, Mosambik), JULIE POLY (*1986 in Stakhanov, Ukraine, lebte bis vor Kurzem in Kiew), AGNIESZKA SEJUD (*1991, Oleśnica, Polen, lebt in Breslau und DAVID UZOCHUKWU (*1998 in Innsbruck, Österreich, lebt in Berlin).

Die Ausstellung eröffnet am 10. August um 18 Uhr und ist bis zum 28.08. kostenlos jeweils eine Stunde vor der ersten Vorstellung in der Vorhalle auf Kampnagel zu sehen.

MARIA BABIKOVA erweist sich mit ihren Fotografien als präzise Beobachterin der russischen Gesellschaft, ihrer Konventionen und Ordnungssysteme. Ihre Arbeiten kreisen um Themen wie Identität, Schönheit, Angst und Ablehnung. Die Künstlerin EURIDICE ZAITUNA KALA beschäftigt sich mit verschiedenen Formen des Umgangs mit Erinnerung. Ausgehend von der Geschichte der Sklaverei kreist ihr Projekt um Fragen nach dem Zugang zur Geschichte und den Selektionsmechanismen, die dabei in Kraft treten. Statt für eine Neuschreibung der Geschichte, plädiert Kala dafür, die Geschichte selbst zu verkörpern und auf diese Weise zum Archiv zu werden. Die Fotografin JULIE POLY, die bis vor kurzem in Kiew gelebt hat, verwischt auf ihrer Suche nach den visuellen und kulturellen Codes des ukrainischen Alltags bewusst die Grenzen zwischen dokumentarischer und inszenierter Fotografie. Mit ungewöhnlichen Posen und aufwendigem Styling ihrer Modelle schafft sie eine Ästhetisierung des Alltäglichen und erinnert in ihrer Bildsprache an Modefotografien der 90er Jahre. AGNIESZKA SEJUD nutzt verschiedene Medien, um die Komponenten der menschlichen Identität, die Idee der individuellen Freiheit und Systeme der Unterdrückung zu untersuchen. Durch die Kombination von Fotografie mit digitalen und analogen Collagen, Büchern, Zines, Videoarbeiten und Installationen lässt sie die Betrachter*innen an ihrer bunten, kaleidoskopischen und psychedelischen Vision der Welt teilhaben. Mit seinen surreal anmutenden (Selbst-)Portraits und Körperdarstellungen verhandelt der Künstler DAVID UZOCHUKWU zeitgenössische Sujets wie Zugehörigkeit und Resilienz, Isolation und Geborgenheit. Jedes Bild offenbart die eigene Utopie einer anderen Welt.