Rückschau

GUNTER RESKI
BEDEUTUNG VOR UND NACH DER HÄUTUNG

EDWIN-SCHARFF-PREIS 2013

Sammlung Falckenberg 6. Dezember 2013 — 12. Januar 2014

Auf Empfehlung einer siebenköpfigen Jury hat der Senat entschieden, den Edwin-Scharff-Preis in diesem Jahr an den bildenden Künstler Gunter Reski zu vergeben. Der 1963 in Bochum geborene Gunter Reski studierte von 1986-1992 Freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste Hamburg bei Gottfried Graubner. 1996 erhielt er das Arbeitsstipendium der Kulturbehörde und unterrichtete an Hochschulen in Hamburg, Oslo und aktuell in Offenbach.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Gunter Reski prägt seit vielen Jahren das Kulturleben Hamburgs. In seiner Wahl an Ausdrucksmöglichkeiten geht der Künstler in seinem vielfältigen Werk über die reine Malerei hinaus. Sein Schaffen reicht von der Entwicklung ungeahnter Ausstellungsformate, wie der räumlichen Umsetzung eines Romans, bis zu seinen jüngsten Bemühungen, die Vermittlung von Malerei noch einmal radikal neu zu denken.“

Bild und Text spielen in der Malerei von Gunter Reski eine gleichermaßen bedeutsame Rolle. Der Künstler kombiniert Zitate aus verschiedenen Bereichen der Alltagswelt – wie Werbung oder auch Computeranimation – mit eigenen Bilderfindungen. So plakativ Reskis Bilder auf Anhieb daherkommen – ihr Hauptmerkmal ist, wie erfinderisch und variantenreich sie sich immer wieder Malerei als ihr eigentliches Thema herstellen. Zu sehen ist das aktuell in der Ausstellung Doktor Morgen neue Sorgen borgen im Kunstverein Düsseldorf, die noch bis Ende Mai eine retrospektive Auswahl von Gemälden und Papierarbeiten aus zwei Jahrzehnten sowie neuen Arbeiten des Künstlers zeigt.

Der Edwin-Scharff-Preis zählt zu den traditionsreichen Auszeichnungen des Hamburger Senats und ist seit mehr als 55 Jahren ein wichtiges Instrument zur Förderung von bedeutenden Bildenden Künstlern. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ulrich Rückriem, Franz Erhard Walther, Anna und Bernhard Blume und Daniel Richter.

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