Foto: © André Lützen
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PROJEKTE


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HARBURG JUGENDPROJEKT

Seit dem Zuwachs durch die Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg stehen die Deichtorhallen einer neuen Ausgangssituation gegenüber. Ein Großteil der Arbeiten aus dem Bestand der Sammlung Falckenberg sowie die geplanten Ausstellungen dort bieten vielfältige Möglichkeiten, mit Kindern und Jugendlichen kleine und große Kunstprojekte zu gestalten.

Kooperationen mit Schulen aus dem Harburger Bezirk bilden eine Voraussetzung für die Deichtorhallen, Kinder und Jugendliche mit Workshops und Projekten an die zeitgenössische Kunst heranzuführen. Unter Einbezug des Lehrpersonals der kooperierenden Schulen werden zu ausgewählten Werken jeweils spezielle Projekte für Schüler aller Klassenstufen konzipiert. Das Spektrum reicht von Führungen und Gesprächen zur Berufsorientierung über Malschulen und Kunstreportagen mit selbst erstellter Zeitung bis hin zum praktischen skulpturalen Arbeiten unter Einbezug verschiedener, auch ungewöhnlicher Medien und Techniken.

In einem weiteren Schritt sollen die Arbeitsergebnisse aus den Projekten allen Anwohnern des Stadtteils Harburg zugänglich gemacht werden. Schüler sollen hierfür Werke aus der Sammlung auswählen, um diese auf öffentliche Flächen in Harburg zu kopieren. Denkbar sind Ausstellungen im Harburger Bahnhof, im Einkaufszentrum Phoenix-Center oder an anderen öffentlich zugänglichen Flächen oder Räumen. Das Museum hält Einzug in den Harburger Alltag und die Bewohner können in einen Dialog mit der Kunst im öffentlichen Raum treten.

Das Pilotprojekt stellte Ende Januar 2012 ein Workshop mit dem Künstler Robert Lucander dar, an dem fünf Schulen mit insgesamt fast 30 Jugendlichen teilnahmen. Robert Lucander (lebt und arbeitet in Berlin) führte die Schülerinnen und Schüler durch sein Werk und erläuterte Hintergründe zu einzelnen Motiven. Anschließend erarbeiteten die Jugendlichen unter künstlerischer Anleitung eigene Zeichnungen, wobei die Werke Lucanders Vorbild standen. Was sahen die Schülerinnen und Schüler in Lucanders Motiven, welche Aspekte stachen hervor? Im vergleichenden Sehen sprachen die Jugendlichen über ihre Intention, während der Künstler seine Sichtweise auf das eigene Werk preisgab.

Das Harburg-Projekt wird durch die Hamburgische Kulturstiftung gefördert.




RESPEKT – FÜREINANDER

EIN KUNSTPROJEKT IN KOOPERATION MIT DEM WERTE ERLEBEN E.V.
Im Januar 2011 startete das Kunstprojekt RESPEKT-FÜREINANDER. Es ist das zweite große Kunstprojekt von werte erleben e.V. in Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg.

Schon das erste Kunstprojekt MUT hat gezeigt, dass nicht nur eine großartige Ausstellung entstanden ist, sondern dass sich auch mancher Teilnehmer während des Projektes sehr entwickelt und verändert hat. Dieses Mal ging es um den „Dialog der Generationen“: 40 Schülerinnen und Schüler (12 bis 19 Jahre) sowie 40 Seniorinnen und Senioren ab 65+ gingen für einen Zeitraum von sechs Monaten in einen kreativen Dialog. Während zahlreicher Atelierwochenenden im Hamburger stilwerk durchleuchteten die Teilnehmer unter der Anleitung der vier Hamburger Künstler Sabine Flunker, Heike Gross, André Lützen und Thomas Stordel den Begriff RESPEKT in seinen verschiedensten Facetten und gestalteten ihn künstlerisch. Das Projekt fand seinen krönenden Abschluss in den Deichtorhallen, die normalerweise renommierten Künstlerinnen und Künstlern vorbehalten sind. Durch die Präsentation an einem etablierten Ausstellungsort nahmen die Workshop-Teilnehmer ihre Ergebnisse erstmals im musealen Kontext wahr, wodurch das Sehen einer besonderen Beurteilung und Prüfung unterliegt. Die Ausstellung endete mit einer von der Galeristin Flo Peters geleiteten Versteigerung der Werke, deren Erlös weiteren Projekten von werte erleben e.V. zugute kommt.

Besonderes Augenmerk fiel während der sechs Monate auf den kreativen, gruppendynamischen Prozess und den Dialog der Generationen, der während der Projektarbeit entstand. Beides wurde von Dörte Jepsen und Maciej Matysiak dokumentiert und mit einem Film in der Ausstellung präsentiert. Wie in dem ersten Kunstprojekt das Thema „Mut“ die gemeinsame Basis für das künstlerische Schaffen war, war nun „Respekt“ der Grundgedanke für Jung und Alt und wurde vielfältig in den unterschiedlichsten Arbeiten umgesetzt.

Die Werke werden im Frühjahr 2012 nochmals der Öffentlichkeit präsentiert:

Vom 4. bis 18. April 2012 waren die Arbeiten in der Europapassage in Hamburg zu sehen.  Die Ausstellung wurde mit einer weiteren Auktion zugunsten zukünftiger Projekte von werte erleben e.V. beendet.