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ALBERT WATSON
VISIONS

VERLÄNGERT BIS ZUM 3. MÄRZ 2013 IM HAUS DER PHOTOGRAPHIE

Der Eintritt in die Ausstellung beinhaltet auch den Besuch der Ausstellung »gute aussichten 2012 / 2013 − junge deutsche fotografie«.


Albert Watsons Aufnahmen von Celebrities, Schauspielern, Künstlern und Größen der Musikszene wie Sade, Mick Jagger, Alfred Hitchcock, Clint Eastwood oder Jack Nicholson gelten heute als Ikonen der Fotografie, die sich durch eine raffinierte Komposition und außergewöhnliche Lichtführung auszeichnen.  Seit Jahrzehnten gehört der in Schottland geborene und in New York lebende Fotograf zu den Großen seines Fachs. Allein für die Zeitschriften »Rolling Stone« und »Vogue« schuf er hunderte Titelblätter.

Die Ausstellung ALBERT WATSON: VISIONS versucht eine neue kuratorische Annäherung an das Gesamtwerk von Albert Watson. In verschiedenen Räumen werden die früheren Werkgruppen vorwiegend als kleinformatige Vintage-Abzüge gezeigt, die Watson selbst in der Dunkelkammer vergrößert hat. Hier wird in der Präsentation neben dem vollendeten Einzelbild besonders Wert auf das Prozesshafte in seiner Fotografie gelegt, was durch nie gezeigte Polaroids, Kontaktbögen und Entwurfsskizzen unterstützt wird. So entsteht ein aktiver Dialog mit Watsons künstlerischen Strategien und deren Bandbreite unterschiedlicher Genre, ohne die Zugehörigkeit der Werkgruppen aus den Augen zu verlieren.

Zudem werden die Fotografien mit ihren Veröffentlichungen in den Magazinen »Rolling Stone« und »Vogue« ergänzt, so dass neben der Entstehungsgeschichte seines Werkes auch ein Blick auf die Entstehung und Prägung visueller Kultur gerichtet wird. Da diese Werkschau gleichzeitig mit der Gruppenausstellung »gute aussichten - junge deutsche Fotografie 2012/13« zu sehen ist, bietet sie dem Besucher einen spannenden Dialog mit der jungen fotografischen Generation.

ALBERT WATSON

Albert Watson wurde 1942 in Schottland geboren und studierte Grafikdesign in Dundee, gefolgt von einem Filmstudium am London Royal College of Art in den späten 1960er Jahren. Nach dem Umzug in die USA im Jahr 1970, erhielt er schnell die Chance, seinen Lebensunterhalt mit der Fotografie zu verdienen. Bis heute hat er in mehr als 200 Werbefilmen Regie geführt, hunderte Titelbilder für Hochglanzmagazine fotografiert (alleine 100 für die Vogue) sowie Filmplakate (z.B. »Kill Bill« und »The Da-Vinci Code«) gestaltet.

Bis zum Anfang der 1990er Jahre war Watson vor allem bekannt für seine Modefotografien von Supermodels wie Kate Moss und Naomi Campbell, ebenso wie für seine Kampagnen für Labels wie Prada oder Chanel. Mit seinen bahnrechenden Fotos von Persönlichkeiten wie David Bowie, Sade, Jack Nicholson und Mike Tyson legte er die Messlatte für Porträtfotografie hoch und stilisierte sich selbst zu einer Ikone in diesem Genre.

Einen Teil seiner Zeit investiert der Fotograf auch in eigene Projekte und dokumentiert in eindrucksvollen Bildern seine Reisen und Interessen, von Marrakesch bis Las Vegas. Viele dieser Arbeiten, über seine berühmten Starporträts und Fashionfotografien hinaus, wurden weltweit ausgestellt. Die „Bibel“ der Fotoindustrie, Photo District News, nannte Albert Watson einen der 20 einflussreichsten Fotografen aller Zeiten.

Neben mehreren Ausstellungsbeteiligungen in den wichtigen Galerien und Museen der Welt (z.B. Metropolitan Museum of Arts in New York und die National Portrait Gallery in London), war Watsons Werk seit 2004 auch in mehreren Einzelausstellungen in Europa zu sehen. Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er außerdem sechs Bücher, darunter das preisgekrönte Buchdebüt »Cyclops« (1994), »Maroc« (1998) und in jüngerer Zeit »UFO« (2010) sowie »Strip Search« (2010).

Albert Watson

Albert Watson. Foto: Thies Rätzke / Deichtorhallen
Tanguita, Benin, 2011 © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Cotton made in Africa School, Benin, 2011 © Albert Watson
Ouidah Fisherman, Ouidah, Benin, 2011 © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Peuhl Festival, Benin, 2011 © Albert Watson
Koleou Field, Benin, 2011 © Albert Watson
Peuhl Festival, Benin, 2011 © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Albert Watson: 15 North, Exit 25, Las Vegas, 2001 © Albert Watson
Albert Watson: South End of Losee, Las Vegas, 2001 © Albert Watson
Albert Watson: Mick Jagger, Los Angeles, 1992 © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Albert Watson: Jack Nicholson, NYC, 1998 © Albert Watson
Albert Watson: Alfred Hitchcock With Goose, Los Angeles 1973 © Albert Watson
Albert Watson: Grace Jones and Dolph Lundgren, New York 1983. © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Albert Watson: Breaunna, Las Vegas Hilton, 2001 © Albert Watson
Ausstellungsansicht. Foto: Henning Rogge / Deichtorhallen
Albert Watson: A Motel, Freenont street, Las Vegas, 2001 © Albert Watson