Foto: © Matthias Schönebäumer/Deichtorhallen HamburgFoto: © Matthias Schönebäumer/Deichtorhallen HamburgFoto: © Matthias Schönebäumer/Deichtorhallen Hamburg
 

Bibliothek F.C. GUNDLACH


Das Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg ist seit März 2009 um eine Attraktion reicher geworden: Die Bibliothek F. C. Gundlach mit ca. 7.500 Bänden ist als Dauerleihgabe in das Haus der Photographie gezogen und dank der Unterstützung des Freundeskreises der Photographie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Die Bibliothek bietet Fachleuten, Neugierigen und Bücherliebhabern zwei Mal in der Woche die Möglichkeit, die dort gesammelten Schätze unter die Lupe zu nehmen.

Zusammen mit den rund 2.000 Bänden der Deichtorhallen, die das Angebot der Bibliothek zum Thema Fotografie ergänzen, umfasst die neue Präsenzbibliothek mit Fleetblick mehr als 9.000 Bände. Sechs Leseplätze stehen den Besuchern zur Verfügung. An diesen kann auch mit dem eigenen Computer gearbeitet werden. Außerdem steht der Katalog der Bibliothek ab sofort auch online zur Verfügung.

Neben Bänden zur Geschichte, Theorie und Praxis der Fotografie ergänzen Werke zu Modefotografie, Film und Design das Angebot der Bibliothek. Den bedeutendsten Grundpfeiler des  Bibliotheksbestandes bilden die zahlreichen Monografien zu Fotokünstlern. Große Namen wie etwa Richard Avedon, Bernd und Hilla Becher, Henri Cartier-Bresson, Andreas Gursky, William Eggleston, Cindy Sherman oder Thomas Struth sind hier vertreten.

Zur Bibliothek gehört ein umfangreiches Zeitschriftenarchiv mit mehr als 150 fotoaffinen Fachzeitschriften zu den Themen Mode, Reportage, Lifestyle und Architektur, wie z.B der Harper’s Bazaar, Life oder verschiedene, internationale Vogue-Ausgaben vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute.

Dank Bücherschenkungen und -tausch wächst die Bibliothek stetig an. So konnte im Januar 2013 das Zeitschriften-Archiv durch die großzügige Schenkung der Zeitschriften-Sammlung Franz Steimer wesentlich ergänzt werden.


ÖFFNUNGSZEITEN
Dienstag und Donnerstag, 14 − 18 Uhr

KONTAKT

Juliane Korbut, Tel. +49 (0)40 32 103 – 224
bibliothek(at)deichtorhallen.de

IM KATALOG DER BIBLIOTHEK SUCHEN
Ab sofort können Sie im Katalog der Bibliothek F.C. Gundlach nach Büchern und Zeitschriften aus dem Bestand suchen und recherchieren. Um zum Katalog zu gelangen, klicken Sie hier.


VERANSTALTUNGEN IN DER BIBLIOTHEK F.C. GUNDLACH

SALON DER FOTOGRAFIE: Buchpräsentation mit Claudius Schulze zu »State of Nature«
Dienstag, 30. Mai 2017, 19 Uhr
Unkostenbeitrag: 8/5 Euro für Mitglieder des Freundeskreises
Bibliothek
F.C. Gundlach im Haus der Photographie

Der Freundeskreis lädt zum Salon der Fotografie mit Claudius Schulze in der Bibliothek F.C. Gundlach ein.

Über viele Jahre hat der Hamburger Fotograf Claudius Schulze an seinem Projekt gearbeitet, ist rund 50.000 km mit Großbildkamera und einem eigens angeschafften Kranwagen quer durch Europa gereist, um seine Serie monumentaler Landschaftsbilder zusammenzutragen. Den aufwendig gestalteten Bildband wird er nun im Salon der Fotografie erstmals in Hamburg präsentieren. Wir freuen uns nicht nur auf den druckfrischen Bildband, der bei Hartmann Books publiziert wurde, sondern auch auf das Gespräch mit dem Fotografen und die vielen Geschichten hinter den Bildern, von denen Claudius Schulze berichten kann.

Die Serie »State of Nature« zeigt eindrücklich, wie sehr Naturkatastrophenschutz heute ein selbstverständlicher Teil der europäischen Landschaft geworden ist. Was heute von uns gern als malerische Idylle wahrgenommen wird, ist oft Teil einer hochtechnologischen Umgestaltung weiter Regionen. Alpenpanoramen werden von Lawinenwänden zerschnitten, die Nordseeküste zerfurcht von Wellenbrechern. Sicherheit vor den drohenden Naturgefahren sollen Murengalerien, Steinschlagfangnetze, Lawinenverbauungen, Wildbachbefestigungen und Auffangkapazitäten in Stauseen schaffen.

Die Hilfe moderner Technologie in Design und Bau ermöglicht es, die gewaltigen Kräfte der Natur weitgehend einzuhegen. Auf jeder Fotografie zeigen sich, mehr oder weniger sichtbar, die Schutzbauten in der Landschaft. Doch es geht in diesen Bildern nicht darum, die Grenze zwischen Kultur und Natur zu problematisieren. Im Gegenteil: Die Fotos verdeutlichen, wie sehr sich beide Sphären durchdringen. Entstanden sind die Motive in Europa (u.a. Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Liechtenstein, Montenegro, den Niederlanden, Österreich und der Schweiz). Umso mehr verdeutlicht das Projekt »State of Nature« das Privileg der europäischen Industrienationen, sich dem Klimawandel zu stellen. Denn der Rest der Welt bleibt den Veränderungen oft völlig schutzlos ausgeliefert.