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KATHARINA SIEVERDING

Sammlung Falckenberg
GENAUE LAUFZEIT IN KÜRZE

Bitte beachten Sie, dass sich die Ausstellungslaufzeit aufgrund der aktuellen Schließung der Deichtorhallen Hamburg bis zum 30. April 2020 verschieben wird.

Seit mehr als fünf Jahrzehnten gehört KATHARINA SIEVERDING (*1944) zu den Pionierinnen, die früh die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten von Fotografie erkannt haben und das Medium fortwährend inhaltlich und formal erweitern. Ihr Thema und Kunstprinzip, sagt die Künstlerin, seien »Transformationsvorgänge«, Fragen nach Identität, Gender und Race.

Bekannt geworden ist Sieverding durch die beispiellose Konsequenz, mit der sie filmisch und fotografisch ihr zum Teil extrem vergrößertes und auf vielfältige Weise manipuliertes Porträt seit den 1960er-Jahren einsetzt.

Ab den 1970er-Jahren erarbeitet sie großformatige Montagen zur Weltlage, 1977 auf der documenta 6 erstmals international veröffentlicht. Dabei hinterfragt sie die beschleunigten Bildprozesse der Gegenwart kritisch im Sinne einer Verantwortung auch sich selbst gegenüber. Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die 1978 entstandene Fotoarbeit Schlachtfeld Deutschland, ein Statement zur RAF-Zeit und 1993 die Berliner Plakataktion Deutschland wird deutscher, mit der Sieverding auf die rechtsradikalen Übergriffe nach dem Mauerfall reagierte. Kurz zuvor realisierte die Künstlerin im Reichstagsgebäude die Gedenkstätte für die verfolgten Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt und sind in zahlreichen renommierten Sammlungen vertreten, u.a. im Museum of Modern Art, New York, im San Francisco Museum of Modern Art, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der Nationalgalerie, Berlin, im Museum Folkwang, Essen, und in der Kunstsammlung NRW. 2017 erhielt Katharina Sieverding den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin.

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