Rückschau

PSYCHO.
ROBERT LUCANDER
UND ENA SWANSEA

Sammlung Falckenberg 18. Dezember 2011 — 25. März 2012

Zum Jahresende werden in der Sammlung Falckenberg poetisch-surrealistisch anmutende Bilder der amerikanischen Malerin Ena Swansea und subversiv-hintergründige Werke des in Berlin lebenden finnischen Künstlers Robert Lucander gezeigt.

Der Titel der Ausstellung spielt auf den gleichnamigen Horror-Klassiker von Alfred Hitchcock an und lässt an die Entgleisungen von Schizophrenen, Psychopaten oder anderer psychisch Kranker denken. Umgangssprachlich wird mit »Psycho« eine psychisch erkrankte, häufig verhaltensauffällige und zu aggressivem Verhalten neigende Person bezeichnet, die ihre Umwelt verstört und bedroht. In der Psychoanalyse werden tiefenpsychologische Traumata und Verhaltensstörungen behandelt. Der Begriff weckt die Erwartung von Kunst, die das Nichtkonforme, Verrückte und dadurch Bedrohliche oder Unheimliche zum Thema hat.

Sowohl der ephemer-psychologische Charakter der Gemälde Ena Swanseas als auch das analytisch Fragmentarische und die mediale Entfremdung, die sich in den Werken von Robert Lucander manifestiert, führen bei aller Verschiedenheit zur Irritation des Betrachters. Beide Künstler verunsichern unsere Sehgewohnheit, erzeugen ein subtiles Unbehagen und entlarven wahlweise die eigene oder gesellschaftliche Wirklichkeit als »ver-rückt«

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Galerie

Katalog

Dirk Luckow (Hg.): »Psycho«. Mit einer Einleitung von Dirk Luckow sowie Texten von Harald Falckenberg, Belinda Grace Gardner und Miriam Schoofs. 56 Seiten. Snoeck: Köln 2011. 14,80 Euro.