Vorschau

CHARLOTTE MARCH

ZUR 8. TRIENNALE DER PHOTOGRAPHIE HAMBURG 2022
#CHARLOTTEMARCHDTH

Sammlung Falckenberg 21. Mai — 21. August 2022

Die groß angelegte Werkschau CHARLOTTE MARCHs (1929–2005) in der Sammlung Falckenberg legt den Fokus auf die bisher wenig bekannten Arbeiten der für Ihre Mode- und Werbeaufnahmen bekannten Hamburger Fotografin.

Der knapp 7.000 Werke umfassende Nachlass ist seit 2006 Bestandteil der Sammlung Falckenberg. Er bildet die Grundlage für die Neuentdeckung der Fotografin, die für Magazine wie Brigitte, Stern, Vogue, Vanity Fair, Harper’s Bazaar und Twen gearbeitet hat. Das 1977 veröffentlichte Buch »Mann, oh Mann – Ein Vorschlag zur Emanzipation des attraktiven Mannes« wurde breit diskutierte, zeigte es doch erstmalig explizit eine weibliche Sicht auf den männlichen Körper.

Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt durch alle Schaffensphasen der Künstlerin, von ihren frühen Fotografien im Hamburg der 1950er-Jahre, ihren Reisen nach Italien in den 1960ern, bis hin zu ihren späteren internationalen Mode- und Werbefotografien. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Marchs Tätigkeit in und ihrem Bezug zur Stadt Hamburg, in der sie Zeit ihres Lebens wohnte.

Schon in den 1950er-Jahren zeigt uns ihr hochsensibler Blick auf das Nachkriegs Hamburg die verschiedenen Facetten der Stadt und des Menschseins. Ihr Interesse an den Menschen und wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten, ihr Blick auf die Ränder der Gesellschaft und der Stadt führt sie auch an marginalisierte, gänzlich unglamoröse Orte. Ihr Blick hinter die Kulissen der Stadt zeigt uns die Lebensumstände von Bonbon-Machern, Schmieden und Kassiererinnen wie auch das Leben auf der Reeperbahn.

Gerade ihr frühes Werk bildet ein wichtigen, bisher wenig beachteten Beitrag zum kulturellen Gedächtnis der Stadt Hamburg und darüber hinaus. Die Ausstellung in der Sammlung Falckenberg wird in enger Zusammenarbeit mit Manju Sawhney realisiert, Fotografin und langjährigen Assistentin Marchs und Archivarin des Bestands.

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