Vorschau

Jerry Berndt
Beautiful America

#JerryBerndtDTH

Haus der Photographie
LAUFZEIT IN KÜRZE

Bitte beachten Sie, dass sich die Ausstellungslaufzeit aufgrund der aktuellen Schließung der Deichtorhallen Hamburg bis zum 30. April 2020 verschieben wird.

Der amerikanische Fotograf Jerry Berndt (1943–2013) dokumentierte die Zeit zwischen 1968 und 1980 in Amerika wie kein anderer Fotograf. Berndt kombiniert Fotojournalismus mit Dokumentations-, Konzept- und Straßenfotografie, um in diesen entscheidenden Jahren einen einzigartigen Blick auf die soziale Verfassung Amerikas zu werfen. Berndt stellte sich bis zu den 70er Jahren konsequent in die Nähe des politischen Konflikts und porträtierte systematisch das Spektrum der amerikanischen Menschen und Stadtlandschaften, von der Mittel- und Arbeiterklasse bis zu den Bewohnern der oft ignorierten Ghettos Amerikas.

Mit Serien zur Anti-Vietnam-Bewegung Ende der 1960er Jahre, an der er persönlich beteiligt war, und zur Obdachlosigkeit im Amerika der frühen 1980er Jahre hat er Themen behandelt, die die ungelösten Konflikte eines Landes untersuchen.

Seine Arbeiten aus dieser Zeit zeigen zum einen, wie sich die Amerikaner kulturell und sozial darstellten und deckengleichzeitig das Fundament der veränderlichen urbanen Infrastruktur Amerikas auf. Er visualisiert eine wichtige, unbequeme Übergangsphase in der jüngeren Geschichte Amerikas und hebt die buchstäbliche und ironisch gebrochene Schönheit der USA hervor.

In seiner über 40-jährigen Karriere arbeitete Jerry Berndt zudem für international renommierte Publikationen wie den Boston Globe, The New York Times, Newsweek und Paris Match. Als Fotojournalist dokumentierte er u.a. den Völkermord in Ruanda (2003–2004) und den Bürgerkrieg in Haiti (1986-91). Berndt lehrte am Boston University’s College of Fine Art und an der University of Massachusetts. Seine Werke sind in zahlreichen Sammlungen vertreten, darunter im Museum of Modern Art in New York, dem Museum of Fine Arts in Boston und der Bibliothèque Nationale de France in Paris.

Durch die Ausstellungen von Jerry Berndt und Matt Black wird das Haus der Photographie den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf im kommenden Jahr aufgreifen und visuell reflektieren.

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